Bereits Ende 1989 veröffentlichten Depeche Mode mit der Single „Personal Jesus“ einen Vorboten zu ihrem kommenden Album und demonstrierten den Hörern damit zudem, dass sich die Band musikalisch weiterentwickelt hatte.

Kurz vor der Veröffentlichung des Albums legte die Band noch einmal nach und veröffentlichte am 5. Februar 1990 die zweite Singleauskopplung „Enjoy the Silence“. Die Single gilt bis heute als das bedeutendste Werk der Band, das Depeche Mode im Laufe ihrer Karriere geschaffen haben.

Im März 1990 erschien das bereits siebte Studioalbum der Band, welches den Namen „Violator“ trug und sich bis heute über 4,3 Millionen Mal verkaufen konnte. Damit ist Violator auch bis heute noch das erfolgreichste Studioalbum von Depeche Mode überhaupt.

Der Nachfolger „Songs of Faith and Devotion“, der erst im März 1993 veröffentlicht wurde, setzte sich bei seinem Erscheinen direkt an die Spitze der deutschen, US- und UK-Alben-Charts und stand auch in vielen weiteren Ländern an der Spitze.

Aus der anschließenden Welttournee entstand das Live-Album „Songs of Faith and Devotion – Live“, das ebenfalls im Jahre 1993 veröffentlicht wurde. Zudem erschien im selben Jahr ein Konzertfilm dieser Tour unter dem Namen „Devotional“, der 1995 sogar für einen Grammy nominiert wurde.

Während der folgenden Tourneen machten sich weitere Risse innerhalb des Bandgefüges bemerkbar. So kämpfte Dave Gahan mit seiner Drogensucht und Martin Gore verfiel dem Alkohol.

Andrew Fletcher litt unter Depressionen. Er war bereits 1994 für mehrere Monate von Daryl Bamonte vertreten worden, weil er in Behandlung war und nicht auftreten konnte.

Alan Wilder verließ Depeche Mode 1995. Damit hatte die Band ein Mitglied verloren, welches bereits seit 1982 ein fester Teil der Band war.

Nach einem Suizidversuch von Dave Gahan im Jahre 1995 und einer Überdosis 1996, nach welcher der Sänger einen Herzstillstand erlitt und sogar zwei Minuten lang klinisch tot war, rechneten viele mit der Auflösung der Band.

Doch zur Überraschung aller Fans und Außenstehenden raffte sich der Sänger wieder auf und absolvierte in der Folge eine Drogentherapie.

1996 begaben sich Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher erneut ins Studio und veröffentlichten im April 1997 das bis dahin neunte Studioalbum von Depeche Mode, das den Namen „Ultra“ trug. Im September 1998 veröffentlichte die Band ihre zweite Best-of-Compilation „The Singles 86-98“ und ging in der Folge auf eine groß angelegte Welttournee.

Doch nach den Eskapaden rund um den Sänger Dave Gahan waren zu Beginn des neuen Jahrtausends alle Beteiligten einfach nur froh, dass Depeche Mode auch 20 Jahre nach ihrer Gründung noch auf der Bühne standen.